Donnerstag, 27. August 2026, 20 Uhr
Kaiserlauterer Trilogie
Lesung mit Christian Baron und Knut Elstermann
Unterschiedlicher könnten Mira, Juli und Ella kaum sein – und doch sind sie geeint in ihrer Sehnsucht nach jener großen Freiheit, die im Westdeutschland der Achtzigerjahre ein süßes Versprechen war. Zum Abschluss seiner Kaiserslauterer Trilogie erzählt Christian Baron von einer Welt, die Frauen alles verspricht, gegen deren unsichtbare Mauern die drei Schwestern aus „einfachen Verhältnissen“ in der Klassengesellschaft aber unablässig anrennen müssen. Ein zärtlicher Roman über Mut und Aufbruch, über das Fallen und Weitermachen – und immer wieder über die Hoffnung und die Liebe.
Info: SPSG
Sonnabend, 29. August 2026, 17 Uhr
"Berlinerisch - WATT DENN, ICKE?"
Lesung mit Lea Streisand
Die Schriftstellerin Lea Streisand wurde in der DDR geboren und wuchs in Berlin Prenzlauer Berg auf. Sie studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik an der Humboldt Universität.
Seit 2003 liest und moderiert sie auf Berliner Lesebühnen. Sie schreibt für Süddeutsche, FAZ, taz u.a. und ist bekannt für ihre Hörkolumne „War schön jewesen“ auf Radio Eins (RBB).
"Ob ich ein Wörterbuch "Berlinerisch" für den Duden-Verlag schreiben möchte? Na, und ob!" so Lea Streisand.
Entstanden ist eine kleine, schön gestaltete, kurzweilige "Kulturgeschichte des Berlinerischen" mit verblüffenden Fakten. Die Autorin führt die Leser klug und humorvoll auf eine sprachliche Entdeckungsreise.
Sie erklärt, warum Berlin eigentlich nichts mit dem Bären zu tun hat, das Berlinerische eigentlich Berlinisch heißt, und die Beatles im Film berlinern.
Sie zeigt die Wurzeln und Besonderheiten des Berliner Jargons und legt offen, was Berlinerinnen und Berliner wirklich meinen.
Info: visit BERLIN
12,- Euro (Für Mitglieder des Fördervereins Stille Straße: 10,- Euro)
Anmeldung: stillestrasse@gmail.com oder Tel. 030 47 36 79 70
Freitag, 4. September 2026, 20 Uhr
Der gefährlichste Ort
Buchpremiere mit Maike Müller-Engemann
Ein Mann gesteht einer Staatsanwältin den Mord an seiner Frau. Dann widerruft er und schweigt. Sein Geständnis: nicht verwertbar. Beweise für den Mord: keine. Und die einzige Zeugin, seine neunjährige Tochter: spurlos verschwunden. Während Staatsanwältin Mara Sandmann ermittelt, tauchen immer neue, verstörende Hinweise auf. Doch die Spuren führen sie nicht nur zu einem Mord, sondern auch zu einem tiefen Systemversagen, das Frauen und Kinder im Stich lässt. Inmitten von Traumata und Gewalt muss Mara alles riskieren, um die schreckliche Wahrheit ans Licht zu bringen.
Erschreckend realistisch, politisch brisant und ungeschönt: ein hochaktueller, schonungsloser Kriminalroman über häusliche Gewalt, Femizide und den Kampf um Gerechtigkeit. Intensiv, erschütternd und nah an der Realität.
Info: SPSG
Donnerstag, 10. September 2026, 20 Uhr
Kabarett der Namenlosen
Lesung mit der Autorin Susanne Schädlich
Zwischen 1939 und 1945 wurde Los Angeles zum Exil für deutschjüdische Theatergrößen wie Leopold Jessner und seine Stars. In Amerika oft namenlos und sprachlich benachteiligt, trafen sie im „Jewish Club of 1933“ aufeinander.
Susanne Schädlich beleuchtet dieses kaum bekannte Kapitel deutscher Kulturgeschichte und bringt Jessner und seine Weggefährten zurück auf die Bühne.
Info: SPSG
Sonntag, 13. September 2026, 11 Uhr
Luise und Napoleon: Ziemlich beste Feinde
Vortrag von Robert Rauh und Gabriele Radecke
Napoleon betrachtete die preußische Königin Luise als seine „ärgste Feindin“, während sie ihn als „Ungeheuer“ bezeichnete. Trotz ihrer Feindschaft trafen sie sich 1807 nach Preußens Niederlage zu einer schicksalhaften Begegnung. Gabriele Radecke, Leiterin des Literaturarchivs der Akademie der Künste, und der Historiker Robert Rauh begleiten diese Reise in die preußische Geschichte.
Info: SPSG
Freitag, 25. September 2026, 19 Uhr
Musik und Politik: Die Bach-Familien in höfischen Diensten
Konzert für zwei Cembali
Die Cembalisten Aleksandra und Alexander Grychtolik widmen sich in dem Konzert Johann Sebastian Bach und seinem zweitältesten Sohn, Carl Philipp Emanuel Bach, die wichtige Schaffensphasen an mitteldeutschen Residenzen und am preußischen Königshof hatten.
Info: SPSG
Freitag, 9. Oktober 2026, 19 Uhr
Der Maler und Zeichner Wilhelm Philipp: Vom Bauhausstudent zum Dekorationsmaler
Vortrag von Hans-Michael Schulze
Ohne Prüfung und Probe nahm Oskar Moll 1925 den blutjungen Wilhelm Philipp in sein Breslauer Atelier auf. Bald danach formten Wassily Kandinsky und Paul Klee sein unglaubliches Talent am Dessauer Bauhaus. Die Nazis brandmarkten sein Œuvre als „entartet“: Philipp zog sich enttäuscht nach Niederschönhausen zurück, betrieb ein Atelier für Lichtpausen und porträtierte Freund:innen und Kolleg:innen. Nach 1945 trieb ihn die sowjetische Kulturpolitik in die amerikanische Besatzungszone. In Darmstadt wurde er als malender Taxifahrer bekannt.
Der Vortrag des Historikers Hans-Michael Schulze holt diesen unterschätzten Meister zurück ins Licht.
Info: SPSG
Sonntag, 11. Oktober 2026, 11 Uhr
"Entartete Kunst" im Schloss Schönhausen: Verlagerung - Verwaltung - Verwertung
Vortrag von Dr. Meike Hoffmann, Forschungsstelle "Entartete Kunst", FU Berlin
Der Vortrag widmet sich der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ und ihren Folgen für Museen, Künstler:innen und Sammlungen. An einem Ort dieser Aktion, im Schloss Schönhausen, werden Hintergründe, Mechanismen der Beschlagnahmung und aktuelle Forschungen zur Provenienz beleuchtet.
Info: SPSG
Sonntag, 18. Oktober 2026, 11 Uhr
Spaziergang durch Niederschönhausen
Führung mit Sören Marotz, Ausstellungsleiter, DDR Museum
Der Pankower Historiker und Ausstellungsleiter des DDR Museums, Sören Marotz, lädt zu einem Spaziergang durch Niederschönhausen ein. Am Schloss beginnend gibt er auf dem etwa 1,5 km langen Rundgang Einblicke in die Geschichte und den Wandel des Pankower Ortsteils.
Gleich neben dem Schloss Schönhausen im denkmalgerecht sanierten Appartementhaus der DDR-Regierung bekommen wir den Wandel Niederschönhausens zum „Zehlendorf des Ostens“ direkt zu spüren. Wenige Schritte weiter gehen wir an der Stillen Straße mit dem „Städtchen“ vorbei, lassen den „Blauen Stern“ rechts liegen und kommen zum ehemaligen Wochenmarkt Niederschönhausens, dem zweiten „Zentrum“ neben dem Ossietzkyplatz. Über die ehemalige Residenz der „Ständigen Vertretung“ der Bundesrepublik Deutschland in der Kuckhoffstraße und dem kleinen Heimatmuseum „Brose-Haus“ mit seinen Sonderausstellungen kehren wir nach ca. 1,5 km Spazierweg vorbei an der Friedenskirche zum Schloss Schönhausen zurück.
Info: SPSG
Sonntag, 1. November 2026, 14 Uhr
Musikalischer Rundgang durch Schloss Schönhausen
Führung mit Begleitung durch das Duo ›con emozione‹
Bei einer Führung werden die prägenden Personen und Ereignisse aus 300 Jahren Schlossgeschichte vorgestellt. Passend dazu hat das Duo ›con emozione‹ Lieder und Musik ausgewählt, die an den einzelnen Orten erklingen werden. Gemeinsam wandeln die Gäste so durch die Räume des Schlosses bis hin zum Festsaal, wo es zum Abschluss noch einmal musikalisch wird.
Info: SPSG
Sonntag, 1. November 2026, 16 Uhr
Musikalischer Rundgang durch Schloss Schönhausen
Führung mit Begleitung durch das Duo ›con emozione‹
Bei einer Führung werden die prägenden Personen und Ereignisse aus 300 Jahren Schlossgeschichte vorgestellt. Passend dazu hat das Duo ›con emozione‹ Lieder und Musik ausgewählt, die an den einzelnen Orten erklingen werden. Gemeinsam wandeln die Gäste so durch die Räume des Schlosses bis hin zum Festsaal, wo es zum Abschluss noch einmal musikalisch wird.
Info: SPSG
Donnerstag, 12. November 2026, 18.30 Uhr
Exiltexte: Kunst, Macht, Erinnerung
Lesung
Drei Autor:innen im Exil präsentieren Texte, die sie im Auftrag der SPSG über Schloss Schönhausen in der NS-Zeit verfasst haben. Aus ihrer eigenen Erfahrung von Exil und politischem Druck eröffnen sie eindringliche, persönliche Perspektiven auf Geschichte und künstlerische Freiheit.
Lesungen in Originalsprachen und Deutsch, anschließend Empfang. Die Veranstaltung ist inspiriert von den Formaten der Weiter-Schreiben-Interventionen.
Info: SPSG
Sonntag, 15. November 2026, 11 Uhr
Die schöne Iris: Die bewegte Geschichte des Portraits der Freifrau von Wallmoden
Vortrag von Dr. Ulrike Schmiegelt-Rietig, Provenienzforscherin, SPSG
Antoine Pesnes Porträt ist Teil einer Serie von acht Hofdamenbildnissen der Königin Elisabeth Christine im Gartensaal von Schloss Schönhausen. Nach Enteignung, Diebstahl und Restaurierung kehrte das Gemälde im 20. Jahrhundert an seinen heutigen Ort zurück.
Provenienzforscherin Dr. Ulrike Schmiegelt-Rietig erläutert seine wechselvolle Geschichte und ihre Arbeit.
Info: SPSG
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